Iserlohn. (PM Kangaroos) Bei den Iserlohn Kangaroos gibt es vor dem ersten Spiel des neuen Jahres ein Tabu. Der Blick auf... Kangaroos starten bei TG s.Oliver Würzburg ins neue Jahr! / Rückblick auf die Hinrunde von Jugend und Seniorenteams

Trainer Dragan Torbica – © by Sportsimme.de (MK)

Iserlohn. (PM Kangaroos) Bei den Iserlohn Kangaroos gibt es vor dem ersten Spiel des neuen Jahres ein Tabu. Der Blick auf die Tabelle der Südstaffel der 2. Basketball-Bundesliga ProB ist verboten. Denn: Vor dem Gastspiel beim Farmteam von s.Oliver Würzburg am Sonntag (18 Uhr, TGW-Sportzentrum Feggrube, Heiner-Dikreiter-Weg 1, 97074 Würzburg) könnte selbst ein flüchtiger Blick aufs Tableau trügerisch sein.

Die Würzburger stehen auf Rang elf, haben erst zwei Spiele gewonnen. Aber: Das Team von Coach Liam Flynn kämpft um den Klassenerhalt. Und im Vergleich zum Hinspiel, welches die Kangaroos nach Verlängerung knapp mit 77:76 für sich entscheiden konnten, hat sich das Gesicht der Gastgeber verändert. Mit Garrett Jackson steht ein zweiter US-Amerikaner im Aufgebot der Würzburger. In seinen bislang fünf Partien im Dress der TG legte der 26-jährige Small Forward bislang durchschnittlich 19,2 Zähler und 7,8 Rebounds auf und entlastet damit Miles Jackson-Cartwright (15,3 Punkte, 5 Rebounds, 5,5 Assists).

Zudem kann es passieren, dass die Unterfranken mit ihren „Twin Towers“ Leon Kratzer (2,11 Meter) und Dejan Kovacevic (2,08 Meter) auflaufen und die Kangaroos so unter dem Korb vor Probleme stellen könnten. „Ich gehe davon aus, dass sie gegen uns ihr stärkstes Team aufs Feld schicken werden“, sagt Kangaroos-Manager Michael Dahmen. Das bedeutet, dass im Vergleich zum Hinspiel drei neue Starter für Würzburg auf dem Parkett stehen könnten.

Als Warnung haben sich Kangaroos-Coach Dragan Torbica und seine Schützlinge den lockeren Erfolg der Würzburger gegen die Bayer Giants Leverkusen (87:74) angesehen. „Das war eine starke Vorstellung“, so Dahmen. Die Kangaroos wissen also, was sie am Sonntag erwarten könnte. Und entsprechend intensiv war die Vorbereitung auf das erste Spiel des Jahres. „Fest steht, dass vor uns ein hartes Stück Arbeit liegt, wenn wir in Würzburg erfolgreich sein wollen“, sagt Dahmen.

Und auch aus dem Hinspiel haben die Iserlohner Korbjäger ihre Lehren gezogen. Gegen den „Rumpfkader“, der ihnen Mitte Oktober gegenüberstand, haben sich die Kangaroos extrem schwergetan. Und konnten das Spiel erst in der Overtime denkbar knapp für sich entscheiden. „Wir sind gut beraten, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“, so Manager Dahmen. Auch, weil Würzburg das Farmteam in der ProB halten will, um so weiterhin Talente an das Bundesliga-Team heranführen zu können.

Würde Würzburg den Klassenerhalt nicht als Ziel haben, hätten sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen zweiten US-Amerikaner verpflichtet. Und würden wahrscheinlich auch auf die Dienste der Doppellizenzspieler wie Kratzer, Kovacevic oder Julian Albus verzichten. „Trotzdem bleibt es immer eine Wundertüte. Es ist im Vorfeld nur schwer abzusehen, wer in den Farmteams auflaufen wird“, so Dahmen. Legt mit jedoch die Spielpläne der ProB-Süd und der easycredit-BBL nebeneinander, sieht es so aus, als könnte sich Dahmens Prognose am Sonntag bewahrheiten.

Personell sieht es bei den Kangaroos vor dem ersten Spiel des Jahres gut aus. Die Knieverletzung, die sich Nikita Khartchenkov beim Spiel gegen die KIT SC Gequos zugezogen hatte, ist auskuriert, er trainiert bereits wieder voll mit der Mannschaft. Einzig der Einsatz von Kristof Schwarz ist noch ungewiss. Der 30-Jährige hat Probleme mit dem Daumen seiner Wurfhand. Ob er spielen kann, wird kurzfristig entschieden.

Nicht mehr zum Aufgebot der Iserlohn Kangaroos gehört indes Sharik Aboubakar. Der 19-Jährige wechselt zurück zu seinem Heimatverein SVD 49 Dortmund (2. Regionalliga). „Wir bedanken uns bei Sharik für seinen Einsatz und bedauern, dass er nicht die Geduld aufgebracht hat, um sich bei uns zu einem Zweitliga-Spieler zu entwickeln. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Werdegang alles Gute und viel Erfolg in und mit Dortmund“, so Kangaroos-Manager Michael Dahmen.

Rückblick: So lief die Hinrunde für die Jugendteams der Iserlohn Kangaroos!

Nach verpasster Regionalliga-Quali tritt die älteste Jugendmannschaft der Kangaroos in der U18-Oberliga an und konnte nach durchwachsenem Saisonstart zuletzt für Aufsehen sorgen. Mit ausgeglichenem Punktekonto (vier Siege, vier Niederlagen) steht das Team derzeit auf Rang sieben, im Fokus steht jedoch vor allem die individuelle Entwicklung im Hinblick auf die kommende Saison. „Das Team bleibt fast komplett zusammen, daher können wir jetzt schon einmal die Grundlagen erarbeiten“, freut sich Trainer Torsten Jung über die zukünftige Arbeit mit seinem Team.

Kaum zu bremsen war zuletzt die U16, die ebenfalls in der Oberliga spielt. Durch vier Siege in Serie kämpften sich die Kangaroos bis auf den vierten Platz vor und überraschten damit auch Trainerfuchs Paris Konstantinidis: „Aus der letztjährigen Mannschaft sind altersbedingt nur zwei Spieler übriggeblieben, daher haben wir die Ziele bewusst nicht hoch gesetzt.“ Angeführt von den beiden Altjahrgängen Mika Keienburg und Luka Dragoljevic kam das Team aber im Laufe der Saison immer besser in Schwung und schielt nun in der Tabelle sogar weiter nach oben. „Wenn die Spieler gesund bleiben, können wir den dritten Platz anvisieren“, sagt Konstantinidis.

Vom Verletzungspech verfolgt blieb die U14A während der Hinrunde. So fiel nicht nur Kapitän David Pavljak langfristig aus, in den letzten Spielen musste Trainer Dragan Torbica auch auf sämtliche Aufbauspieler verzichten. So gab es in der leistungsstarken Regionalliga zuletzt einige klare Niederlagen, die angesichts der dünnen Personaldecke aber nicht zu hoch zu bewerten sind. Grundsätzlich positiv ist vor allem der gute Kampfgeist im Team.

Erfahrung sammeln und sich individuell verbessern, so lautet das Primärziel der U14B, die in der neuformierten Landesliga an den Start geht. Das Trainergespann Jörg Tschirley und Deion Giddens setzt auf einen sehr großen Stamm an motivierten Spielern und hofft, in der Rückrunde, auch den einen oder anderen, weiteren Sieg einfahren zu können.

Absolut positiv blickt auch Milos Stankovic auf sein erstes halbes Jahr als Trainer der U12A zurück. „Zunächst ging es erst einmal darum, uns gegenseitig kennen zu lernen“, berichtet Stankovic, der auch als Jugendkoordinator und Co-Trainer der ProB-Mannschaft fungiert. Nach einigen deutlichen Niederlagen zum Saisonstart kamen die „Mini-Kangaroos“ im Laufe der Saison immer besser in Schwung und gewannen zuletzt zwei Spiele in Folge. „Wir setzen die Dinge aus dem Training immer besser im Spiel um“, lobt Stankovic das engagierte Auftreten seiner Spieler und ist sich sicher: „Wenn wir so weitermachen, werden wir 2018 gemeinsam sehr viel Spaß am Basketball haben.“

Der Spaß am Spiel und die persönliche Verbesserung jedes Spielers steht auch bei der U12B im Vordergrund, die, betreut von Jan Kürschner und ProB-Star Donte Nicholas, in der Hagener Kreisliga antritt.

Eine Altersklasse darunter läuft die U10A in der Jugend-Regionalliga auf und übertrifft mit einem positiven Punktekonto bisher die Erwartungen von Trainerveteran Helgi Bencker. „Wir wollen uns in der zweiten Saisonhälfte oben festsetzen, aber auch das Teamplay weiterentwickeln und natürlich den Spaß nicht vergessen“, gibt der Coach die Ziele für das neue Kalenderjahr aus. Neben der A-Mannschaft konnte auch die U10B des Trainerduos Tom Varendorff und Julian Scott schon einige Male ins Spielgeschehen eingreifen und tritt in der sehr kleinen Hagener Kreisliga an.

Erste Erfahrungen mit dem orangenen Ball sammeln dagegen noch die jüngsten Kangaroos in der U8 und U6. Die Grundlagen „Passen, Fangen, Werfen“ stehen im Vordergrund und natürlich kommt bei Trainerin Kristin Pauli und den ProB- Spielern Simon Kutzschmar und Gabriel de Oliveira auch das Spielen nicht zu kurz.

Rückblick: So lief die Hinrunde für die Seniorenteams der Iserlohn Kangaroos!

Eine nahezu perfekte Serie spielt bisher die 2. Herren in der Basketball-Oberliga 3. Mit elf Siegen aus zwölf Spielen steht die Kangaroos-Reserve auf Platz zwei, nur knapp hinter dem ungeschlagenen Spitzenreiter Hamm. Dabei war vor der Saison nicht unbedingt damit zu rechnen, wie Trainer Dennis Shirvan zugibt: „Die Ausgangssituation war nicht so gut und auch für mich als neuen Trainer eher schwierig.“ Shirvan, der selbst erst vor der Saison aus Hagen nach Iserlohn zurückkehrte, gelang es jedoch, mit einem Mix aus jungen Talenten, „alten Hasen“ und vier externen Neuzugängen aus Hagen eine extrem homogene Mannschaft zusammenzustellen, die seither in der Oberliga für Furore sorgt. „Damit haben nicht viele gerechnet, ich bin mir aber sicher, dass wir sogar aufsteigen können“, sagt Shirvan. Gleich im ersten Spiel des neuen Jahres (13. Januar, 19.30 Uhr, Sporthalle der Friedensschule, Josef-Wiefels-Straße 17, 59063 Hamm) kommt es in Hamm zum Spitzenspiel gegen den Tabellenführer, der für die bislang einzige Niederlage der Kangaroos verantwortlich ist. Ein Sieg – im Idealfall mit mehr als acht Punkten – wäre die Voraussetzung für das große Ziel: den Aufstieg in die 2. Regionalliga.

Solide läuft es auch für die 3. Herrenmannschaft in der Bezirksliga. Nach dem Abstieg aus der Landesliga hatte die Mannschaft der Trainer Tim Schotte und Christian Steinke mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen, kam zuletzt aber immer besser in Schwung und arbeitete sich bis auf Rang drei vor. „Der Aufstieg ist wohl nicht mehr drin, aber wir wollen auf jeden Fall Zweiter werden“, gibt Schotte das Ziel für die Rückrunde aus. Besonders positiv verläuft auch in dieser Saison wieder die Kooperation mit der zweiten Mannschaft, in der zahlreiche junge Spieler wichtige Erfahrungen auf Oberliga-Niveau sammeln können.

Eine gewohnt gute Rolle spielt auch die 4. Herren in der Märkischen Kreisliga. Die Iserlohner „Oldies“ stehen auf Rang drei der Liga, während die neuformierte 5. Mannschaft, bestehend aus zahlreichen jungen Akteuren, immerhin schon zwei Siege einfahren konnte und auf Platz 10 rangiert.

Nur ein Jahr dauerte das „Abenteuer Regionalliga“ für die 1. Damenmannschaft, seit dieser Spielzeit geht das Team wieder in der Oberliga an den Start. Als recht kompliziert erwies sich die Trainersuche, sodass zunächst Maria Bücker die Mannschaft übernahm, ehe mit Kevin Schnietz doch noch ein Trainer gefunden wurde. Nach einem Sieg zum Saisonstart folgten einige knappe Niederlagen, erst nach Verbesserung der Personalsituation kam die Mannschaft zuletzt wieder in die Spur und gewann vier der letzten fünf Partien. „Wir hatten leider einige Verletzungsprobleme“, berichtet Schnietz, sieht aber noch viel Potential in seiner Mannschaft: „Wir haben uns von Spiel zu Spiel verbessert und ich glaube, dass nun endgültig der Knoten geplatzt ist.“

Im soliden Mittelfeld der Bezirksliga steht die 2. Damen, die mit vier Siegen bei fünf Niederlagen noch Anschluss an das obere Tabellendrittel hat.

Redaktion

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