Iserlohn. (MK) Hoch konzentriert standen die Iserlohn Roosters am Donnerstagvormittag, nur elf Stunden nach dem Derbysieg gegen Köln, wieder auf dem... Iserlohn Roosters wollen gegen Schwenningen nachlegen

Sebastian Dahm – © by Sportstimme (MK)

Iserlohn. (MK) Hoch konzentriert standen die Iserlohn Roosters am Donnerstagvormittag, nur elf Stunden nach dem Derbysieg gegen Köln, wieder auf dem Eis der Eissporthalle am Seilersee.
Trainer Rob Daum gab an der Taktiktafel kurze, aber klar formulierte Erläuterungen an seine Jungs weiter. Die knisternde (An)Spannung auf dem Eis war auch am Rande der Bande regelrecht spürbar.

Zeit einen Derbysieg zu genießen oder gar zu feiern bleibt den Roosters in diesen Tagen nicht. Schon am morgigen Freitagabend steht das nächste Endspiel für die Roosters an. Gegen die Schwenninger Wild Wings geht es für beide Teams um sehr viel. Während für die Roosters klar ist, dass sie zumindest schon die erste Playoff-Runde erreicht haben, müssen die Schwarzwälder dagegen noch die nötigen Punkte für eine Teilnahme an der lukrativen Endrunde einfahren. Aktuell haben die Schützlinge von Ex-Bundestrainer Pat Cortina als Tabellenzehnter drei Punkte Vorsprung vor der Düsseldorfer EG, die am Wochenende mit zwei Heimspielen gegen Berlin und Krefeld durchaus noch Chancen besitzt auf den Playoff-Zug aufzuspringen.

Im Lager der Roosters hat man sich unterdessen schon wieder höhere Ziele gesetzt. Der anvisierte Heimsieg gegen Schwenningen soll helfen möglichst die direkte Playoff-Qualifikation, also ein Platz unter den ersten sechs Teams, zu schaffen. Kein leichtes „Projekt“, da man am Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei Meister München sicherlich ein weiteres ganz dickes Brett zu bohren haben wird. Allerdings beträgt aktuell der Rückstand auf Platz vier „nur“ zwei mickrige Punkte.

Soweit will Iserlohns Headcoach Rob Daum aber eigentlich noch gar nicht schauen. „Wir bereiten uns ausschließlich auf das nächste Spiel vor und richten den Fokus von einem Spiel zum nächsten. Wichtig ist, dass die Spieler nicht weiter nach vorne, als bis morgen schauen. Wir Trainer dürfen über die zukünftigen Dinge sicherlich nachdenken, müssen unsere Spieler aber vor allem auf das nächste Spiel vorbereiten“, gibt sich Daum gewohnt klar in seiner Einstellung.

Der Blick zurück auf das Spiel gegen die Haie hat ihm durchaus gefallen. Positiv sind ihm das Unterzahlspiel und allgemein das Abwehrverhalten, sowie zwei weitere wichtige Faktoren in Erinnerung: „Wir sind nicht in Panik verfallen und haben unser Spiel nicht aufgegeben, als Köln mit sehr viel Druck und Leidenschaft spielte“, so der Kanadier. Und dennoch sieht der Perfektionist Rob Daum weiterhin in allen Bereichen noch Luft nach oben.

Personell setzt er gegen die Wild Wings auf fast dieselben Formationen, die auch gegen Köln spielten. Möglicherweise wird es eine kleine Änderung geben. Justin Florek könnte wieder zu Jake Weidner und Marko Friedrich wechseln. Im Tor wird erneut der gegen Köln überragend haltende Sebastian Dahm stehen.

In den bisher drei Saisonvergleichen mit Schwenningen gab es für die Roosters bislang nur einen Dreier beim 4:3 Sieg Mitte Dezember im Schwarzwald zu feiern. Eine weitere 2:1 Niederlage am Bauchenberg (22.10.2017) und die 1:2 Heimniederlage nach Verlängerung aus dem allerersten Saisonspiel stehen ebenfalls in den Statistikbüchern. Das erste Heimspiel war zum damaligen Zeitpunkt sicherlich, auch aufgrund des Spielplans mit nachfolgend fünf Auswärts und einem Heimspiel, richtungsweisend für den schwachen Saisonstart der Roosters. In den Vorbereitungen auf morgen Abend spielt das damalige Heimspiel übrigens keine Rolle mehr.

Den Wild Wings zollt Rob Daum Respekt: „Schwenningen hat bis jetzt eine tolle Saison gespielt. Sie waren über drei Monate lang in den Top-6. Jetzt müssen und werden sie mit aller Macht in dieser für sie schwierigen Situation um ihr Playoff-Leben kämpfen. Wir müssen bereit sein“, weiß der 60- jährige um die Situation des Gegners.

Erstes Bully ist am Freitag um 19:30 Uhr. Das Spiel ist bereits ausverkauft, sodass die Kassenhäuschen geschlossen bleiben.

Redaktion

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