Phoenix startet mit Hunger ins Halbfinale gegen Karlsruhe!

Bjarne Kraushaar – © Sportfoto-Sale (MK)

Hagen. (PM Phoenix) Phoenix Hagen hat jetzt schon alle selbstgesteckten Ziele erreicht.

Auf eine bärenstarke Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, folgte der packende Viertelfinalfight mit den Bozic Estriche Knights Kirchheim, an dessen Ende der Einzug ins Halbfinale stand. Das Team um Coach Chris Harris kann zufrieden sein. Satt die Feuervögel indes noch nicht. Am Donnerstagabend startet die Vorschlussrunde gegen die PS Karlsruhe Lions. Und den eingeschlagenen Weg wollen die Hagener weitergehen. Soweit wie möglich.

Dass Karlsruhe die favorisierten Jobstairs Gießen 46ers im Viertelfinale in vier Spielen ausschalten konnte, war eine kleine Überraschung. Gießen startete mit einem 111:84-Statement-Sieg in die Serie, musste sich anschließend aber einmal deutlich (82:98), einmal knapp (79:86) und schließlich hauchdünn (86:87) den Löwen beugen. Vor allem der Schlussspurt der Lions im vierten Spiel war beeindruckend. Die letzten neun Zähler für Karlsruhe erzielte der dänische Nationalspieler Bakary Dibba. Er riss das Heft in der Crunchtime an sich. Und war es schließlich auch, der sechs Sekunden vor dem Ende die Lina-Radke-Halle endgültig Kopf stehen ließ.

Mit der Schlusssirene, immerhin wurde noch kurz gezittert als Gießens Duane Wilson mit Abflauf der Uhr noch einen Dreier auf die Reise schickte, begann die große Karlsruher Party. PSK-Kapitän Julian Albus zollte Gießen direkt nach Spielschluss großen Respekt. „Gießen hat eine Bombensaison gespielt“, erklärte der 31-Jährige. Und weiter: „Wir alle hier haben Bock aufs Halbfinale!“

Das haben die Hagener auch. Schon mit dem Halbfinaleinzug hat Hagen seiner Vereinschronik ein weiteres erfolgreiches Kapitel hinzugefügt. Und Kapitän Dennis Nawrocki und seine Jungs sind bereit, die Chronik in diesen Playoffs um einen weiteren Meilenstein zu ergänzen. „Es ist beeindruckend, wie die Mannschaft nach Spiel drei zurückgekommen ist. Nach der Heimniederlage lagen wir quasi am Boden. Aber die Jungs sind aufgestanden und haben einmal mehr bewiesen, was für einen tollen Charakter sie haben“, sagte Chris Harris nach dem Blowout-Erfolg in Spiel fünf gegen Kirchheim am Sonntagnachmittag. Und Knights-Coach Igor Perovic ergänzte: „Dass sich beide Mannschaften einen solch intensiven Kampf über fünf Spiele geliefert haben, obwohl sie am Ende sportlich nicht aufsteigen können, ist ein Indiz für den Willen beider Teams.“

Aber Kirchheim war gestern. Jetzt ist Karlsruhe. Jetzt ist Halbfinale. Die Lions von Coach Aleksandar Scepanovic bestechen durch ihre Qualität in der Breite. Auch wenn Hagen beide Vergleiche in der Hauptrunde für sich entscheiden konnte (79:71, 101:80), in den Playoffs werden die Karten neu gemischt. Topscorer des Teams aus Baden-Württemberg ist Point Guard O’Showen Williams, der es im Schnitt auf 16,0 Zähler bringt. Aber auch Bakary Dibba (15,0), Garai Zeeb (11,7) und Victor Bailey Jr. (10,8) punkteten in der Hauptrunde durchschnittlich zweistellig.

Und in den Playoffs sieht es nochmal ein wenig breiter aus. Bailey Jr. (16,5), Williams (15,0), Dibba (14,5) Dennis Tunstall Jr. (10,3) und Lachlan Dent (10,0) füllen den Boxscore. Aber auch Melvin Jostmann (9,8) und Julian Albus (7,7) strahlen immer wieder Gefahr für die gegnerischen Körbe aus.

„Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem gibt es keinen leichten Gegner mehr. Alle Teams haben jetzt den Hunger, den ganzen Weg zu gehen. Karlsruhe ist ein sehr tief besetztes Team mit starken Guards. Nahezu jeder kann heißlaufen und Verantwortung übernehmen, entsprechend wichtig wird, dass wir mit der Mentalität spielen, die uns über weite Strecken der Saison ausgezeichnet hat“, so Chris Harris vor dem ersten Halbfinalspiel am Donnerstagabend.

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