Lokale Funklöcher auch im Märkischen Kreis per App melden

Landrat Marco Voge und Mobilfunkkoordinator Matthias Pohl hoffen, dass sich viele Menschen aus dem Märkischen Kreis an der Mobilfunkmesswoche beteiligen. – © Katharina Buschmann / Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) Gemeinsam den Funklöchern auf der Spur: Vom 18. bis 25. Mai sind alle Bürgerinnen und Bürger in NRW und damit auch im Märkischen Kreis aufgerufen, mithilfe der Funkloch-App der Bundesnetzagentur die Netzverfügbarkeit ihrer Mobilfunkanbieter zu erfassen.

Wie ist die Mobilfunkversorgung im Märkischen Kreis aufgestellt? Wo gibt es Verbindungsabbrüche, wo Funklöcher? Vom 18. bis 25. Mai 2024 sind alle Bürgerinnen und Bürger in NRW und somit auch im Märkischen Kreis aufgerufen, mithilfe der kostenlosen Funkloch-App der Bundesnetzagentur die Netzverfügbarkeit ihrer Mobilfunkanbieter zu erfassen. Nach der erfolgreichen Erstauflage im Vorjahr werden rund um Pfingsten 2024 erneut möglichst viele Messungen angestrebt, um ein aktuelles Bild der Versorgungslage zu erhalten. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur unterstützt die Mobilfunkmesswoche als Schirmfrau.

Ministerin Neubaur: „Ob bei der Arbeit oder in der Freizeit, ob zuhause oder unterwegs: Ein guter Mobilfunkempfang ist Grundvoraussetzung für unseren Alltag – doch noch immer ist das nicht überall ohne Verbindungsabbruch möglich. Um den Mobilfunk noch gezielter verbessern zu können, sind alle Bürgerinnen und Bürger in der zweiten Mobilfunkmesswoche NRW dazu aufgerufen, ihren gegenwärtigen Empfang zu messen und Funklöcher aufzuspüren. Die erfolgreiche Erstauflage der Mobilfunkmesswoche war mit mehr als 13 Millionen Messpunkten im vergangenen Jahr ein großer Erfolg. Insgesamt haben 36.000 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen – das wollen wir weiter steigern.“

Mit der Breitbandmessung-/Funkloch-App der Bundesnetzagentur können Nutzerinnen und Nutzer die Netzverfügbarkeit ihres Mobilfunknetzes unkompliziert in Echtzeit erfassen und so möglicherweise vorhandene Funklöcher ermitteln. Die jeweilige Netzverfügbarkeit (kein Netz, 2G, 4G, 5G) wird dafür auf dem Endgerät gespeichert. Die Ergebnisse werden anonymisiert an die Bundesnetzagentur übermittelt, in der Funkloch-Karte des Gigabitgrundbuchs des Bundes verarbeitet und im Nachgang der Mobilfunkmesswoche für Nordrhein-Westfalen ausgewertet. Die Funkloch-App steht kostenlos in den App-Stores zum Download bereit. Nähere Infos: www.mobilfunkmesswoche.nrw

MK: 4G-Verfügbarkeit bei rund 97,5 Prozent / 5G-Verfügbarkeit bei rund 86 Prozent

Landrat Marco Voge hofft, dass sich viele Menschen beteiligen: „Die Funkloch-App ist ein starkes Angebot mit dem Ziel, uns endgültig von lästigen Funklöchern zu verabschieden. Großer Dank gilt dabei unserem Mobilfunkkoordinator Matthias Pohl, der die Aktion als Initiator mit ins Leben gerufen hat. Der Märkische Kreis ist bei diesem Thema gut aufgestellt. Es ist wichtig zu sehen, dass wir bei der Mobilfunkversorgung große Fortschritte machen. Der Breitbandausbau ist nicht nur die Basis dafür, dass die Menschen digital arbeiten können, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor. Wir brauchen eine gute digitale Infrastruktur, um zukunftsfähig zu bleiben. Wir bleiben am Ball, um perspektivisch auch letzte Lücken zu schließen.“

Mobilfunkkoordinator Matthias Pohl ergänzt: „Im Märkischen Kreis liegt die 4G-Verfügbarkeit von mindestens einem Mobilfunknetzanbieter derzeit im Durchschnitt bei etwa 97,46 Prozent. Bei 5G sind es 86,05 Prozent. In den vergangenen drei Jahren sind deutliche Fortschritte bei der Netzabdeckung und beim Schließen von Funklöchern erzielt worden. Trotzdem bleibt die flächendeckende Versorgung eine Herausforderung für die Mobilfunkanbieter. Vor allem die schwierige Topografie in Teilen des Kreisgebietes machen den Netzausbau anspruchsvoll.“

Die Mobilfunkkoordinatoren Thomas Hoheisel und Matthias Pohl haben bereits einen guten Überblick über die Mobilfunkversorgung im Kreisgebiet und arbeiten gemeinsam mit allen Netzbetreibern an der Verbesserung. „Die Messergebnisse aus der App werden uns dabei helfen, die letzten Lücken noch genauer zu lokalisieren und zu priorisieren. Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich an der Messung beteiligen, desto besser sind die Daten für die Planung“, sagen Matthias Pohl und Thomas Hoheisel. 22,69 Prozent der Fläche im Märkischen Kreis sind so genannte „graue Flecken“, also Flächen, die von mindestens einem, aber nicht allen Netzbetreibern mit 4G oder 5G versorgt werden. 2,39 Prozent der Fläche im Märkischen Kreis sind als „weiße Flecken“ bislang weder mit 4G noch mit 5G versorgt.

Hintergrund: Mobilfunk in Nordrhein-Westfalen

Nach aktuellen Angaben der Bundesnetzagentur beträgt die 4G-Flächenversorgung durch mindestens einen Mobilfunknetzbetreiber in NRW 98,2 Prozent. 5G ist bereits in 93,7 Prozent der Fläche durch mindestens einen Netzbetreiber verfügbar. 12 Prozent der Landesfläche sind so genannte „graue Flecken“. 1,6 Prozent der Landesfläche sind als „weiße Flecken“ bislang weder mit 4G noch mit 5G versorgt. Die Basisdaten zur Mobilfunkversorgung auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte in NRW werden im Dashboard www.mobilfunk.nrw quartalsweise aktualisiert.

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