Enttäuschung im Ischeland! Jetzt heißt es Do-or-Die: Phoenix verliert 78:97 gegen Kirchheim!

Tim Uhlemann – © Sportfoto-Sale (MK)

Hagen. (PM Phoenix) Die Viertelfinalserie zwischen Phoenix Hagen und den Bozic Estriche Knights Kirchheim ist an Dramatik kaum zu überbieten.

In Spiel drei um den Einzug ins Playoff-Halbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA aktivierten die Schwaben nach dem Seitenwechsel den Sniper-Modus. 13 Dreier versenkte das Team von Igor Perovic in der zweiten Halbzeit. Und sicherte sich so einen am Ende ungefährdeten 97:78 (19:15, 19:29, 27:21, 32:13)-Erfolg in der Ischehölle. Und zwingt Hagen am Freitagabend in ein Do-or-Die-Spiel.

Drei Mal haben die Feuervögel und die Knights im Viertelfinale die Klingen gekreuzt. Drei Mal war der Beginn identisch. Sowohl im ersten, im zweiten als auch jetzt im dritten Spiel, führte Kirchheim zwischenzeitlich mit 15:6. Mit Back-to-Back-Dreiern verkürzte Kapitän Dennis Nawrocki auf 12:17 (8.). Und Kristofer Krause brachte sein Team zum Ende des Viertels auf 15:19 (10.) ran.

Im zweiten Viertel dominierte Hagens Offense. Zur großen Pause standen 57 Prozent aus dem Feld zu Buche. Und 43 Prozent aller Würfe aus der Distanz fanden ihr Ziel. Die Folge. Bis zur Halbzeit konnte sich Phoenix ein kleines Sechs-Punkte-Polster erspielen und, wie schon in den ersten beiden Begegnungen, das Spiel drehen. Weil aber das Murmeltier dieser Tage täglich grüßt, verlief auch das dritte Viertel, wie schon die vorherigen dritten Viertel dieser Serie.

Kirchheim egalisierte den Rückstand. Kassierte einen 0:10-Lauf, Hagen lag wieder in Front. Doch mit zunehmender Spielzeit waren es die Knights, die mehr und mehr Sicherheit gewannen. Das Sechs-Punkte-Polster der Hausherren war am Ende des dritten Viertels keines mehr. Bei ausgeglichenem Spielstand (65:65, 30.) startete das Spiel im Schlussabschnitt quasi bei Null.

Beeindruckend an diesem Spiel drei war vor allem, dass die Gastgeber Liga-Topscorer Michael Flowers relativ lange in seinem Wirkungsradius einschränkten. Seine ersten Punkte erzielte er spät im zweiten Viertel von der Freiwurflinie. Michael Miller war am Dienstagabend zudem kein Faktor. Dafür feierten Demetrius Ward (22, 5 Dreier) und Jonas Niedermanner (27, 7 Dreier) Season bzw. Career-Highs in der Ischelandhalle. Allein im vierten Viertel jagten die Knights sieben Dreier durch die Reuse. Dass in der Schlussphase auch Flowers wieder Rhythmus fand, ließ die Defense der Hagener schließlich verzweifeln. „Wenn du Quoten schießt, wie wir in Spiel drei, verlierst du in der Regel das Spiel nicht“, sagte Knights-Coach Igor Perovic. Und Hagens Headcoach Chris Harris pflichtete ihm bei: „Es ist superschwierig, ein Spiel zu gewinnen, wenn der Gegner so hochprozentig trifft.“

Trotz der Niederlage gab es auch positive Ansätze im Spiel der Hagener. Vincent Neugebauer, der junge Big Man, euphorisierte die 2317 Zuschauer, die am Dienstagabend den Weg in die Ische gefunden hatten, mit seinem Einsatzwillen. Der 21-Jährige kam in der Endabrechnung auf sechs Punkte, vier Rebounds, zwei Assists und einen Block. Mit Dennis Nawrocki, Devonte McCall, Naz Bohannon und dem erneut starken Kristofer Krause punkteten vier Phoenix-Spieler zweistellig.

Dass der Matchball jetzt bei Kirchheim liegt und Hagen ein Do-or-Die-Spiel vor der Brust hat, liegt an den Wurfquoten. Die waren auf Seiten der Knights überragend. Bei Hagen nur solide. Am Freitagabend in Kirchheim heißt es für Phoenix: Sieg oder Saisonende. Die enge Taktung der Partien macht es natürlich nicht einfacher für beide Mannschaften. Aber: „Auch am Freitag werden wir ein Spiel sehen, wie wir es jetzt drei Mal in dieser Serie gesehen haben. Es wird umkämpft und intensiv“, so Phoenix Coach Chris Harris. Und Igor Perovic ergänzte nach dem Spiel: „Natürlich freuen wir uns, dass wir in Hagen gewonnen haben. Aber wir haben die Serie ist noch lange nicht vorbei.“

Stats:
Phoenix Hagen – Bozic Estriche Knights Kirchheim 78:97 (15:19, 29:19, 21:27, 13:32)

Phoenix: Dennis Nawrocki (16/4 Dreier), Siler Schneider (6), Bjarne Kraushaar (3, 7 Assists), Nino Vrencken, Devonte McCall (15, 6 Rebounds), Jamel McAllister (2), Vincent Neugebauer (6), Tim Uhlemann (1), Naz Bohannon (11), Kristofer Krause (15/3), Lennart Boner (3).

Bozic Estriche Kirchheim Knights: Demetrius Ward (22/5 Dreier), Michael Flowers (16/3, 9 Assists), Antonio Dorn (5), Jonas Niedermanner (27/7), Nil Clavera Failenschmid (DNP), Michael Miller (12/1), Ryan Muszynski (12/1), Aleksa Bulajic (3), Aitor Pickett.



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