Eine Saison wie eine Achterbahnfahrt: Spielzeit 2023/24 endet für die Kangaroos mit Klassenerhalt aber ohne Playoff-Teilnahme

© Iserlohn Kangaroos Media&PR Lara Gärtner

Iserlohn. (PM Kangaroos) Selten war eine Spielzeit in der Waldstadt so turbulent wie die Saison 2023/24 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord!

Es war eine echte Achterbahnfahrt für die Kangaroos, von einer starken Vorbereitung mit dem klaren Ziel Playoffs hin zum Abstiegskampf und Klassenerhalt kurz vor Saisonende. Sogar die Playoffs waren bis kurz vor Schluss noch möglich, am Ende fehlte wie im letzten Jahr ein Sieg und die Iserlohner beendeten so die Spielzeit auf Rang elf. Zudem waren ein Trainerwechsel, eine verletzungsbedingte Spieler-Nachverpflichtung und ein besonderer Meilenstein in der Kangaroos-Geschichte ebenfalls Teil der Achterbahnfahrt.

Die Offseason vor der Spielzeit 2023/24 sorgte für einige Veränderungen im Kader der Kangaroos, denn neben dem langjährigen Kapitän Joshua Dahmen verließen auch weitere Leistungsträger die Waldstadt. Mit Ruben Dahmen, Elias Marei, Samuel Mpacko, Ben Uzoma, Mathias Groh, David Pavljak und Julius Treichel wurde hingegen weitergearbeitet und die Verantwortlichen komplettierten das Team zudem mit einigen Neuzugängen. Auf den großen Positionen verpflichteten die Kangaroos Jonathan Almstedt und Malick Kordel, für die Flügelposition kamen Travis Henson und Johannes “Joe” Konradt und auf der Guard Position stießen Ivan Delgado und Rückkehrer Viktor Ziring dazu. An der Seitenlinie ging Dennis Shirvan in seine dritte Saison als Headcoach der Iserlohner, wobei er vom vorherigen Kangaroos Point Guard Toni Prostran als Assistant Coach Unterstützung erhielt.

In den ersten Wochen der Vorbereitung zeigte das neu formierte Kangaroos Team bereits eine gute Frühform, die Waldstädter fuhren unter anderem Siege über ProA-Ligist Paderborn, BBA Hagen und Sparta Bertrange ein. Der Start in die neue Spielzeit verlief allerdings etwas holprig, aus den ersten vier Spielen konnten die Iserlohner lediglich eins zu ihren Gunsten entscheiden. Zudem mussten die Waldstädter nach dem dritten Spieltag auf Point Guard Ivan Delgado verzichten, der verletzungsbedingt ausfiel und durch Clayton Ladine ersetzt wurde.

Mit dem fünften Spieltag begann dann die wahrscheinlich beste Saisonphase der Iserlohner, es folgten drei Siege und eine knappe Niederlage gegen Wolmirstedt. Anschließend ging es am neunten Spieltag für die Kangaroos zum absoluten Aufstiegsfavoriten Bayer Giants Leverkusen in die Ostermann Arena. Dort sahen die Zuschauer die vielleicht beste Saisonleistung der Iserlohner, welche den Rekordmeister in eigener Halle mit 87 zu 93 bezwangen. Doch auf diesen Höhepunkt sollte eine absolute Horror-Serie folgen, aus den folgenden elf Partien konnten die Waldstädter lediglich einen Sieg einfahren und fanden sich statt im Playoff-Rennen, mitten im Abstiegskampf wieder. Während dieser Niederlagen-Serie musste dann, nach der bitteren Heimpleite gegen die Berlin Braves am 17. Spieltag, Headcoach Dennis Shirvan seinen Platz räumen.

Bis zum Saisonende übernahm daraufhin Assistant Coach Toni Prostran die Leitung, der direkt frischen Wind in das Spiel der Kangaroos brachte. Mit Wolmirstedt, Leverkusen und Köln folgten allerdings drei starke Gegner gleich zu Beginn, gegen welche die Kangaroos zwar auf Augenhöhe spielten, aber daraus erneut nichts Zählbares mitnehmen konnten. Doch das Team gewann mehr und mehr Selbstvertrauen dadurch und legte anschließend einen starken Saisonendspurt hin. Am 21. Spieltag gelang gegen Ibbenbüren endlich der langersehnte nächste Heimsieg, in der Woche darauf unterlagen die Waldstädter allerdings bei den Sixers, wodurch vier Spieltage vor Schluss das rettende Ufer des Klassenerhalts noch nicht erreicht war.

Es folgte ein wichtiger Auswärtssieg in Rostock am 23. Spieltag, wodurch die Kangaroos sich eine gute Ausgangsposition im Abstiegskampf erarbeitet haben. Mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten Herford am darauffolgenden Spieltag sicherten die Waldstädter dann in eigener Halle den Klassenerhalt in der ProB.

Aufgrund der engen Tabellensituation auf den Plätzen sieben bis elf war bei noch zwei verbleibenden Spieltagen auch der Playoff-Einzug noch möglich. Dafür wurden zwei Siege zum Abschluss benötigt, doch die Kangaroos gaben am vorletzten Spieltag einen sicheren Sieg in Bernau, im letzten Viertel doch noch aus der Hand. Mit der Niederlage in Bernau mussten zwar alle Playoff-Träume begraben werden, doch die Iserlohner sorgten mit dem Heimsieg am letzten Spieltag gegen Itzehoe für ein versöhnliches Saisonende in der Matthias-Grothe-Halle. Ein besonderes Highlight dabei war im Anschluss die Ehrung von Kapitän Ruben Dahmen, der seine zehnte ProB-Saison im Kangaroos-Dress absolvierte und damit zum Rekordspieler der Iserlohner in der 2. Basketball Bundesliga avancierte.

Für Toni Prostran war es eine ganz besondere Saison, der ehemalige Spitzen-Point Guard wollte in seiner ersten Saison nach Karriereende eigentlich aus zweiter Reihe lernen, fand sich dann allerdings als leitender Coach im Kampf um den Klassenerhalt wieder: “Es lief echt alles anders als wir erwartet haben, wir haben vor der Saison fest mit dem Playoff-Einzug gerechnet doch gerieten dann stattdessen mitten in den Abstiegskampf. Über den Saisonverlauf lief einiges gegen uns, es gab leider Verletzungen und Spiele, die wir mit einem Ballbesitz doch noch verschenkt haben. Am Ende bin ich dennoch stolz auf die Jungs, sie haben in der schwierigen Saison Endphase nicht den Kopf hängen lassen und wirklich 100% gegeben in jedem Training. Ich denke, wenn wir in Sandersdorf und Bernau nicht die Konzentration verloren hätten, wären die Playoffs sicher gewesen, doch insgesamt haben wir es uns über die gesamte Saison hinweg vielleicht auch nicht verdient. Es war eine Saison, aus der jede einzelne sehr viele Lehren gezogen hat. Für mich war es ganz besonders, diese Erfahrung gemacht zu haben und von diesen tollen Fans unterstützt zu werden!”

Geschäftsführer Michael Dahmen zieht ein abschließendes Fazit zur Spielzeit: “Wir haben in dieser Saison sportlich nicht so geliefert, wie wir es vor der Saison geplant hatten. Erfreulich ist sicherlich, dass wir gemeinsam als Team den Umschwung selbst eingeleitet und als Minimalziel die Klasse erhalten haben. Nun gilt es durchzuatmen, zu analysieren und neue Strategien und Ziele zu erarbeiten. Vor allem in den letzten Wochen waren wir ein wenig überrascht und sehr begeistert von der Unterstützung der Fans und aller Basketballfreunde. Dies hat sich im Zuspruch und der Stimmung während der letzten Wochen widergespiegelt.”

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