Deutschland Cup: Slowakei mit weißer Weste zum Turniersieg

München. (MR) Punktverlustfrei nach 3 Spielen heißt der Turniersieger des diesjährigen Deutschland-Cups bereits vor dem letzten Spiel Team Slovakia. Zwar hatte die Schweiz im ersten Abschnitt vorgelegt und konnte durch fehlerfreieLleistung ihres 2. Schlussmannes die Führung lange festhalten, doch im Schlussabschnitt drehte sich das Bild. Die Slowaken gewannen durch die Tore von Hossa und Hudacek verdient Spiel und Turnier.

Vor halbleerer Halle fand am Sonntag Mittag bereits das erste der beiden Endspiele statt, zwei Busse Schweizer Fans saß einem Block Slowaken gegenüber. Entsprechend war die Stimmungsverteilung. Den Eidgenossen auf dem Eis merkte man an, dass sie sich im Turnierverlauf eingespielt haben und dass sie mehr als die bisherigen 2 Punkte mit nach hause nehmen wollten. Mit hohem Tempo starteten sie ihre Aktionen, vom rechten Bullykreis zog Pestoni ab, unhaltbar für Hamerlik im slowakischen Tor (12. Min.). Sprunger und Brunner wollten direkt nachlegen, verpassten aber. Schrecksekunde in der 15. Spielminute: Bartovic mit Speed in die Zone und bis in den Goalie (nicht ganz freiwillig), aber ohne Torerfolg. Allerdings blieb der schweizer Goalie Manzato am Boden und musste danach mit Betreuern das Spiel verlassen. Kalt kam Berra ins Spiel, wurde 2, 3 Male warmgeschossen – vom Gegner versteht sich, bevor sich ein freundlicher Kollege ständig vor ihn stellte und die Schüsse blockte und wegräumte. Diese Taktik führten die Eidgenossen auch im Mittelabschnitt weiter, dass die Slowaken schier verzweifelten, besonders wieder Bartovic, der sehr oft den Treffer versuchte. Spektakulär konnte Berra aber auch – mit einem Hechtsprung nach vorn rettete er gegen Bartovic (34. Min.) und mit einer eingesprungenen Faustabwehr gegen Hascak (38. Min.). Auf der anderen Seite versuchte sich Sprunger mit dem Bauerntrick. Auch im Schlussabschnitt waren eigentlich die Slowaken am Drücker, bis auf ein paar Konter der Eidgenossen. Mühe wird am Ende belohnt – so konnte sich Mikus an der Bande die Scheibe erobern, an die Blaue zurücklegen, wo Marcel Hossa goldrichtig stand und den Ausgleich in die Maschen jagte (44. Min.). Jetzt hatte sich die Slowakei festgesetzt. Ein paar Fehlpässe brachten die Schweizer auch noch einmal auf den Plan, doch Plüss und Grossmann scheiterten. Aus einem weiteren siegreich absolvierten Bandenzwei- bis -vierkampf resultierte dann der Siegtreffer, und wieder kam der Schuss aus der Mitte, ging durch zwei Verteidiger hindurch (Hudacek, 50. Min.). Ein weiteres Anrennen auf beiden Seiten brachte keine Ergebnisänderung mehr, auch die Herausnahme des schweizer Goalies für die letzten 120 Sekunden und einen weiteren Feldspieler.

So durften sich die Slowaken über einen weitern Sieg und den Gewinn des Deutschland-Cups freuen und feiern lassen.

Die Platzierung der Schweiz steht erst nach dem zweiten Spiel des Tages, USA-GER, fest.

Das Spiel SVK-SUI 2:1 (0:1 / 0:0 / 2:0)

Tore: 0:1 (11:56) Pestoni (Chiesa); 1:1 (43:09) Hossa (Mikus); 2:1 (49:24) Hudacek (Hovorka, Miklik)

Schüsse: 37:40

Strafen: 6:6

Schiedsrichter: Bauer (GER), Jablukov (GER)

Es spielten:

SVK – Sersen, Granak; Baranka, Starosta; Mihalik, Kudroc; Mikus, Hovorka – Kukumberg, Bartovic, Bakos; Tybor, Mikus, Hossa; Miklik, Bliznak, Hascak; Dej, Lusnak, Hudacek

SUI – Manzato (ab 14:18 Berra) – Ramholt, Grossmann; Chiesa, von Gunten; Loeffel, Wellinger; Suri, Schnyder – Walker, Berger, Brunner; Bodenmann, Pestoni, Monnet; Plüss, Bykov, Sprunger; Rubin, Trachsler, Wieser

Als beste Spieler wurden Peter Hamelik (SVK) und Tim Ramholt (SUI) geehrt.

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