Bochum kommt nach einer frühen Roten Karte gegen die Werkself unter die Räder – BVB Coach Terzic hadert nach peinlicher erster Halbzeit in Mainz mit dem “Bundesliga-Gesicht” seiner Borussen – FC darf weiter hoffen

Kölns Florian Kainz beim Elfmeter – © Sportfoto-Sale (MK)

Köln / Bochum. (MK) Der 33. Bundesliga-Spieltag war einmal mehr aus NRW-Sicht nichts für schwache Nerven.

Bereits am Samstag fielen Entscheidungen mit Blick auf die kommende Spielzeit 24/25.

Gladbach schafft den Klassenerhalt / Kölns Hoffnung lebt Dank “Last-Minute-Sieg” gegen Union Berlin

So schaffte Borussia Mönchengladbach durch ein 1:1 Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt den vorzeitigen Klassenerhalt. Mit nun 34 Punkten sind die Spieler vor Coach Seoane dem Abstieg noch so gerade von der Schippe gesprungen. Dauerhaft kann man mit diesem Endergebnis am Niederrhein, trotz des stattfindenden Umbruchs im Kader, sicherlich nicht zufrieden sein.

Ein absolutes Drama spielte sich am Nachmittag dann in Köln Müngersdorf ab. Der 1. FC Köln brauchte gegen Mitkonkurrent Union Berlin dringend einen Sieg, um nicht vorzeitig abzusteigen. Der Start verlief für den FC völlig suboptimal. Nach 19 Minuten lagen die Kölner nach Treffern von Knoche und Volland (Elfmeter) schon mit 0:2 hinten. Das Schicksal der Kölner schien seinen Lauf zu nehmen. Kainz´ Elfmeter (45.) brachte den FC noch vor der Pause auf 1:2 heran. Lange, sehr lange Zeit sogar, sah es trotz aller Kölner Bemühungen das Spiel umzubiegen nach einem Auswärtssieg der Berliner aus. Dann aber schlug das Team von Trainer Schultz doch noch zu. Und wie! Tigges traf in der 87. Minute zum 2:2 Ausgleich. Und als alle nur noch auf den Schlusspfiff warteten, war Downs völlig ungedeckt zum 3:2 zur Stelle. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt also weiter beim Geißbockklub. Ganz Köln war am Samstag ein einziges Tollhaus.

Fotostrecke 1. FC Köln – Union Berlin

1. FC Köln - Union Berlin (11.05.2024)
1. FC Köln - Union Berlin
© Sportfoto-Sale (MK)
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BVB Schützenhilfe für Köln und Bochum findet in Mainz nicht statt! BVB-Coach Terzic: “Das ist leider das Gesicht, das wir in dieser Saison viel zu häufig gezeigt haben”

Schützenhilfe im Abstiegskampf hatten sich die Anhänger der VFL Bochum und des 1. FC Köln im Abendspiel von Borussia Dortmund bei Mainz 05 erhofft. Schon früh war klar, dass daraus nichts wird. Eine indiskutable Vorstellung des BVB in der ersten Halbzeit sorgte dafür, dass Mainz durch Barreiro (12.) und Lee (19. / 23.) schon früh mit 3:0 in Führung lag. Dier Einwechselungen von Brandt, Maatsen und Sancho nach der Halbzeit stabilisierten den BVB zwar, aber der Drops in Mainz war gegen hochmotivierte 05ér längst gelutscht.

BVB-Coach Edin Terzic fasste das Match auf der Klub-Homepage wie folgt zusammen: „Lasst uns mal Paris Paris sein lassen und uns über die vergangene und über diese Woche sprechen. Wir hatten die Mannschaft ähnlich eingestellt und aufgestellt, wie wir es vor einer Woche getan haben im Heimspiel gegen Augsburg. Es war heute auch ein ähnliches Spiel, nur dass wir dieses Mal die Rolle der Mannschaft hatten, die immer zu spät kam und immer unterlegen war in den Zweikämpfen. Deshalb war es eine verdiente Niederlage. Mainz hat um jeden Meter gekämpft, hat uns keine Ruhe bei der Ballannahme gelassen, wir ihnen dagegen schon. Außerdem haben sie uns eiskalt bestraft. Das ist leider das Gesicht, das wir in dieser Saison viel zu häufig gezeigt haben. Wir wollten die drei Wochen bis zum Finale so nutzen, dass wir sie zu den besten drei Wochen der Saison machen – das ist daneben gegangen. Das liegt alles auch beim Trainer. Deswegen nehme ich mich auch explizit nicht aus.“

Frühe Rote Karte wirft Bochums Retterplan über den Haufen – 0:5 gegen Meister Leverkusen

Den Klassenerhalt konnte am Sonntagabend der VFL Bochum aus eigener Kraft schaffen. Allerdings wartete auf den VFL mit dem neuen deutschen Meister Bayer Leverkusen eine Herkulesaufgabe.
Dadurch, dass alle Abstiegskonkurrenten ihre Spiele bereits absolviert hatten, war klar, dass dem VFL ein Punkt zum Klassenerhalt genügen würde.

Nach dem Finaleinzug in der Europa League rotierte Leverkusens Meistercoach Alonso auf acht Positionen kräftig in seiner Startformation durch. Bei den Bochumern war Kapitän Losilla nach Gelbsperre wieder zurück.

Bochums Ostkurve stand unter “Dauerfeuer” – © Sportfoto-Sale (MK)

Bochum begann druckvoll und hatte erste Chancen durch Asano (9.) und Stögers scharf hereingebrachte Ecke (11.). Die 15. Spielminute veränderte dann das Spiel nachhaltig.
Passlacks Foul an Tella wertete Schiedsrichter Brand folgerichtig als Notbremse, die er mit Rot ahndete. Zwar wurde aus dem Leverkusener Freistoß nichts, aber in der Folgezeit verlagerte sich das Spielgeschehen verstärkt in die Bochumer Hälfte. Taktisch bedingt räumte Asano in der 20. Minute das Feld für Oermann. Die in Unterzahl spielenden Bochumer sahen sich nun langen Ballbesitzphasen der Leverkusener gegenübergestellt. Bayer spielte geduldig und abgeklärt. Schick (23.) per Kopf und Xhaka (30.), dessen Schuss Riemann noch an die Latte lenken konnte, brachten Bayers Überlegenheit nun auch in Torchancen zu Papier. Schick war es, der in der 41. Minute den Ball zentral lässig mit links ins rechte Eck zum 0:1 geschaufelt bekam. Als Schlotterbeck Tella in der Nachspielzeit der ersten Hälfte umriss, entschied Referee Brand sofort auf Elfmeter. Boniface trat an und verwandelte sicher zum 0:2. Halbzeit!

Zur zweiten Halbzeit kam Masovic für Bernardo beim VFL ins Spiel. Das hatte noch gar nicht richtig angefangen, als es auch schon wegen Pyrofackeleien im Bochumer Block unterbrochen wurde. In der Folgezeit war das Spiel von Zweikämpfen und taktischen Spielereien geprägt. Boniface (59.) traf aus der Distanz nur den Pfosten. Nach einer Stunde wechselte der VFL erneut: Losilla und Bero gingen, Daschner und Bero kamen ins Spiel. Bayer zog etwas später bei den Wechseln nach: Kossounou ging für Hofmann. Schick (67.) verzog mit eienr der wenigen Torgelegenheiten neben den Kasten. Für Schick und Boniface kamen ab der 70. Minute Iglesias und Adli ins Bayer-Spiel. Die Werkself ließ Ball und Gegner weiter, auch aufgrund der Überzahl, weiter meisterlich laufen, ohne allerdings extrem druckvoll zu agieren. Adli konnte einen Bayer-Vorstoß nicht nutzen, Riemann parierte mit dem Fuß (72.). Einen Moment später war Adli dann nach einem Eckball mit einem wuchtigen Kopfball zum 0:3 erfolgreich. Bochums Kräfte schwanden und phasenweise war die VFL-Abwehr löchrig wie ein Schweizer Käse. Grimaldo und Molano kamen ab der 79. Minute für Tella und Xhaka in die Werkself. Leverkusens Torhunger war noch nicht gestillt. Stanisic (86.) und Grimaldo (93.) schraubten das Ergebnis auf 0:5. Schluss!

Am kommenden Wochenende kommt es dann im Tabellenkeller zum Showdown. Der 1. FC Köln braucht in jedem Fall einen Sieg in Heidenheim, um doch noch auf den Relegationsplatz springen zu können. Union Berlin empfängt Freiburg und könnte bei einer relativ deutlichen Niederlage sogar noch direkt absteigen. Mainz tritt in Wolfsburg an und Bochum muss in Bremen ran. Beide könnten sich mit einem Unentschieden den Klassenerhalt sichern. Es bleibt spannend.

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