33,4 Prozent haben Sprachförderbedarf

Märkischer Kreis. (PMK) 33,4 Prozent der getesteten Jungen und Mädchen im Märkischen Kreis haben Sprachförderbedarf. Das ist das Ergebnis der aktuellen Sprachstandsfeststellung, auch als Delfin 4 bekannt. Insgesamt 3.148 drei- bis vierjährige Kinder im Märkischen Kreis nahmen in diesem Jahr, also zwei Jahre vor ihrer Einschulung, an der Sprachstandsfeststellung Delfin 4 teil. Das 2011er Verfahren ist nun bis auf einige noch ausstehende Tests abgeschlossen.

Nach den Untersuchungen ergibt sich für den Märkischen Kreis folgendes Bild: bei 1.051 (33,4 Prozent) Jungen und Mädchen muss die sprachliche Entwicklung zusätzlich gefördert werden. Mit Blick auf die einzelnen Städte und Gemeinden ergibt sich für die Region ein ganz unterschiedliches Ergebnis. Den meisten Sprachförderbedarf mit 53,0 Prozent der untersuchten Jungen und Mädchen gibt es in Werdohl – am geringsten ist die Zahl mit nur 12,5 Prozent in Halver.

Ziel der Sprachstandsfeststellung ist es, alle Kinder insoweit zu fördern und zu unterstützen, dass ein optimaler Start in der Schule möglich ist. Die sprachliche Entwicklung sollte aus diesem Grunde bis zum Schulstart so gut wie möglich altersgemäß ausgebildet sein, damit die Chancengleichheit gewahrt bleibt.

Das Land NRW stellt für diese Förderung pro Kind 345 Euro jährlich bis zur Einschulung zur Verfügung. Die Förderung findet direkt vor Ort in der jeweiligen Kindertagesstätte statt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr (31,5 Prozent) hat sich der Anteil der Kinder mit einem zusätzlichen Sprachförderbedarf um knapp zwei Prozent erhöht. Der durchschnittliche Anteil der Kinder, die in Nordrhein-Westfalen eine zusätzliche sprachliche Förderung vor der Einschulung benötigen, liegt in diesem Jahr bei 24,82 Prozent.

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