Iserlohn. (MK) Der erste Heimauftritt in der Saisonvorbereitung ist den Iserlohn Roosters trotz einer 2:3 Niederlage nach Verlängerung gegen den Westrivalen... Trotz Niederlage hinterlassen die Roosters viele positive Eindrücke
Roosters

Jubel bei den Roosters – © by Is.-Nachr. (JB)

Iserlohn. (MK) Der erste Heimauftritt in der Saisonvorbereitung ist den Iserlohn Roosters trotz einer 2:3 Niederlage nach Verlängerung gegen den Westrivalen Kölner Haie durchaus gelungen.

Von Beginn an versuchten beide Teams, trotz der alles andere als optimalen Eisqualität, ihre Spielzüge schnell und mit viel Zug zum Tor vorzutragen. Das torlose Remis nach dem ersten Drittel war vor allem ein Verdienst der beiden exzellenten Torleute Gustaf Wesslau (Köln) und Sebastian Dahm (Roosters)

Im Mittelabschnitt arbeiteten beide Teams weiter hart, versuchten die Checks zu Ende zu fahren, versprühten aber auch nicht mehr ganz so viel Zug zum Tor. Die eine umstrittene Szene hätte gegen Mitte des Drittels sicherlich mehr geahndet werden können. Den ersten Treffer erzielte Kölns Lalonde zum 0:1 in der 37. Minute.

Iserlohns neuer Torjäger Combs besorgte im Schlussdrittel schnell mit einem verwandelten Alleingang den 1:1 Ausgleich (42.). In Unterzahl bewahrte Haiekeeper Wesslau sein Team gegen Schüsse von Bonsaksen und Friedrich vor einem Rückstand. In der Schlussphase schien Mulock mit dem 1:2 den Haie-Sieg schon perfekt gemacht zu haben, aber Fischers „Strahl“ von der blauen Linie (58.) brachte ein leistungsgerechtes 2:2 nach sechzig umkämpften, aber keineswegs unfairen Minuten auf die Stadionuhren.

In der anschließenden Overtime schloss NHL-Veteran Ehrhoff einen Alleingang zum 2:3 Sieg der Haie vor 3588 Zuschauern ab.

Iserlohns Cheftrainer Jari Pasanen war nach dem Match mit der gezeigten Leistung durchaus zufrieden. Im nachfolgenden Audiofile hören Sie seine Spielanalyse.


Schon am Sonntag steht der letzte Test für die Roosters auf dem Programm. Im Rahmen der Saisoneröffnung empfangen die Sauerländer die Krefeld Pinguine zur Generalprobe. Mit den Pinguinen haben die Iserlohner noch eine Rechnung offen, verloren sie doch das erste Testspiel vor drei Wochen mit 4:1.

Stürmer Marcel Kahle soll dann auf jeden Fall zum Einsatz kommen. Ins Tor wird aller Voraussicht nach Mathias Lange rücken. Erstes Bully ist am Sonntag um 13:30 Uhr. Anschließend wird die Saisoneröffnung auf der Bühne vor der Halle fortgesetzt.

Statistik:

Tore: 0:1 (36:49) Lalonde (Krämmer), 1:1 (41:41) Combs (Schmidt/Turnbull), 1:2 (56:16) Mullock (Latta/Krämmer), 2:2 (57:53) Fischer (Combs), 2:3 (61:47) Ehrhoff (Hanowski/Shugg)

Strafen: Roosters: 4 – Haie: 6

Schiedsrichter: Melia (Neuss), Hurtik (Bad Nauheim)

Zuschauer: 3588

Roosters: Dahm – Larsson, Bonsaksen; Fischer, Martinovic; Orendorz, Schmidt; Shevyrin – Jaspers, Bassen, Salmonsson; Costello, Turnbull, Combs; Down, Florek, Brown; Friedrich, Blank, Weidner

Haie: Wesslau – Potter, Lalonde; Ehrhoff, Zerressen; Eriksson, Sulzer; Müller – Mulock, Wruck, Hospelt; Latta, Krämmer, R. Jones; B. Jones, Shugg, Schütz; Hanowski, Gogulla, Uvira


Am Rande der Bande:

+++ Zaungast des Testspiel-Derbys waren mehrere Landräte. Thomas Gemke, Landrat des Märkischen Kreises, stand in der ersten Drittelpause mit seinen Kollegen, Roosters-Gesellschafter Wolfgang Brück und Maskottchen Icey für ein Erinnerungsfoto gemeinsam vor der Kamera.

+++ Bei der Mannschaftsvorstellung vor dem Spiel gab es viel wohlwollenden Applaus der Zuschauer. Den größten Zuspruch heimste unüberhörbar „Oldie“ Boris Blank (39) ein. Der nimmermüde Kämpfer genießt ohnehin viele Sympathien bei den Iserlohner Anhängern und scheint durch seine erneute Vertragsverlängerung am Seilersee nochmal eine Schippe draufgelegt zu haben. Kultstatus nicht ausgeschlossen!

+++ Die Rückkehr von „Sündenbock“ Blair Jones an den Seilersee verlief eher ruhig ab. Nur anfangs gab es vereinzelte Pfiffe. Auf dem Eis blieb der Ex-Rooster und Neu-Hai dagegen noch blass und verlor auffallend viele Bullys.

+++ Beim Shakehands nach dem Spiel bekam Ex-Hai Travis Turnbull unübersehbar viel Zuspruch durch seine Ex-Kollegen.

Redaktion

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