Sensationstransfer auf der Spielmacherposition: VfL Eintracht Hagen findet in Polens Nationalspieler Bartosz Konitz das fehlende Puzzleteil



Hagen. (PM VFL Eintracht) Zu seinem 100-tägigen Dienstjubiläum hatte Niels Pfannenschmidt, Trainer der jüngst in die 2. Bundesliga zurückgekehrten Handballer des VfL Eintracht Hagen, davon berichtet, dass sein Verein den Markt intensiv beobachte, um die Mannschaft gegebenenfalls „sinnvoll zu verstärken.“

Diese Hoffnung übertrafen die Grün-Gelben nun mit der Verpflichtung von Rückraumspieler Bartosz Konitz, der zuletzt für den polnischen Erstligisten Pogoń Szczecin (Stettin) am Ball war, deutlich. „Es freut uns riesig, dass so ein Wechsel zustande kommt. Es ist sicherlich einer der Top-Transfers der 2. Bundesliga, nach Dragan Jerkovic die nächste große Nummer, die wir uns geangelt haben“, bilanziert Pfannenschmidt zufrieden.

Konitz, ein 1,97 Meter großer und 99 Kilogramm schwerer Rechtshänder aus Obornik in der Nähe von Posen, lief sowohl für die niederländische als auch die polnische Nationalmannschaft auf, war etwa bei der Europameisterschaft 2016 als Spielmacher für die polnische Mannschaft von Trainer Michael Biegler im Einsatz. Mit 22 Jahren wechselte der heute 32-Jährige für vier Jahre zum Spitzenklub Vive Targi Kielce, wo er gemeinsam mit Hagens Flügelflitzer Dragan Tubic am Ball war. Es folgten Stationen in Deutschland beim TuS N-Lübbecke und dem DHC Rheinland (heute TSV Bayer Dormagen), ehe es zu Pogoń Szczecin ging, wo er abgesehen von einem einjährigen Gastspiel bei Wisła Płock bis Ende der abgelaufenen Spielzeit am Ball war. Konitz ist mit Kirstin, einer Niederländerin verheiratet, gemeinsam haben sie zwei Kinder. „Auch das war für uns ein wichtiger Faktor, neben den vielen tollen Gesprächen, die wir geführt haben“, unterstreicht Pfannenschmidt mit Blick auf die Bodenständigkeit des Ausnahmekönners.

„Wir haben lange nach dem fehlenden Puzzleteil gesucht, und es war gut, dass wir uns Zeit gelassen und lange Gedanken gemacht haben, um den Richtigen zu finden. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so einen Transfer verwirklichen können. Bartosz ist mit seiner Vita und seinen Qualitäten ein absoluter Top-Transfer, mit seiner Erfahrung Gold wert. Wir haben ja bewusst nach einem weiteren Leitwolf für unsere jungen Spieler gesucht“, resümiert Hagens Trainer. Auch für Sportdirektor Michael Stock ist Konitz ein echter Glücksgriff: „Mit seiner Flexibilität, Persönlichkeit und Erfahrung bringt er Qualitäten mit, die unserem jungen Kader gut tun und ihn noch einmal auf ein anderes Level heben. Niels und ich waren uns schnell einig, dass dieser Spieler die ideale Verstärkung für unseren Kader ist. Es werden sicherlich viele andere Zweitligisten anerkennen, dass uns da ein Top-Transfer gelungen ist.“ Der hoch gelobte, flexibel einsetzbare Rückraumspieler, der auch in der Defensive enorme Qualitäten mitbringt, zeigt sich ebenfalls glücklich, dass der Transfer zustande gekommen ist. „Nach vielen Jahren in Polen hatte ich große Lust, noch einmal etwas Neues zu machen. Ich habe viele Gespräche mit Freunden in Deutschland geführt, auch mit Dragan, die sich allesamt sehr positiv über den Verein und seine Entwicklung geäußert haben“, erklärt Konitz.

Vor allem die intensiven Gespräche mit seinem neuen Trainer haben den 32-Jährigen in seiner Entscheidung bestärkt. „Niels hat mir von den Plänen und Zielen für die kommende Spielzeit berichtet, danach habe ich mich sehr schnell entschieden“, betont Konitz, dem zudem die Nähe zu den Niederlanden, wo auch seine Eltern, die seiner Frau und weitere Familienmitglieder leben, die Wahl erleichterte. Das Leistungsniveau der 2. Bundesliga bewertet Konitz als „sehr hoch.“ Dennoch ist er sich sicher, dass „wir mit unserer starken Mannschaft gut mithalten und zusammen mit unseren Fans eine erfolgreiche Saison spielen können.“

Redaktion

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