Keine Ausfälle vor dem Match in Augsburg / Sonntag Derby gegen die DEG Iserlohn. (MK) Die Iserlohn Roosters, derzeit Tabellenschlusslicht in... Roosters: Gameplan einhalten und dann weg vom Tabellenende

Keine Ausfälle vor dem Match in Augsburg / Sonntag Derby gegen die DEG

Mathias Lange

Mathias Lange – © by Sportstimme.de (JB)

Iserlohn. (MK) Die Iserlohn Roosters, derzeit Tabellenschlusslicht in der DEL, haben in den kommenden neun Tagen mit insgesamt fünf Spielen das erste kleine Mammutprogramm in der noch jungen Saison zu absolvieren.

Bereits am Donnerstagmittag brach der Tross mit allen Spielern an Bord in Richtung Augsburg auf, wo am Freitagabend ab 19:30 Uhr die erste hohe Hürde zu absolvieren ist. In der vergangenen Saison konnten die Roosters aus der Fuggerstadt einen von maximal sechs Zählern entführen, als der damalige Rumpfkader Mitte Februar erst im Penaltyschießen mit 4:3 unterlag.

In dieser Saison liegen schon nach nur sechs Spielen acht Punkte zwischen den beiden Teams. Iserlohns Trainer Jari Pasanen erwartet im Curt-Frenzel Stadion einen Gegner, der gerade zuhause immer sehr aggressiv und druckvoll ins Spiel startet. „Das ist eine Mannschaft, die sehr schnelles und einfaches Eishockey spielt und dabei manchmal sogar ins Risiko geht. Gerade in den ersten zehn Minuten versuchen sie immer viele Chancen zu kreieren, um schon früh das eine oder andere Tor zu erzielen. Sie verteidigen oft mit fünf Mann vor dem Tor, wie in Unterzahl, und attackieren nur, wenn sie klar die Scheibe haben. Wir sind darauf vorbereitet und ich hoffe unser Gameplan geht auf. Kämpferisch und läuferisch müssen wir dagegenhalten. Wir müssen Augsburg in unserer Defensivzone attackieren und versuchen Überzahlsituationen zu kreieren“, so der Headcoach.

Jari Pasanen über den kommenden Gegner Augsburger Panther

Insgesamt stimmt für den Iserlohner Trainer das „Große und Ganze“, was ihn zugleich nach einer guten Trainingswoche auch positiv stimmt. „In Wolfsburg haben wir einen Großteil des Spiels schon gut gelöst. Normalerweise gewinnt so ein Spiel dann die Mannschaft, die weniger Fehler macht“, blickt Jari Pasanen auf das letzte Spiel zurück.

In den kommenden Tagen liegt der Schwerpunkt zwischen den Spielen auf der Regeneration. Intensive Trainingseinheiten sind bei dem eng gestrickten Spielplan in dieser Phase kaum möglich.

Personell gibt es für das Match bei den Panthern einige kleinere Veränderungen. Mathias Lange wird nach überstandener Blessur das Tor in Augsburg hüten. Marko Friedrich hat in dieser Woche komplett auf der Verteidigerposition trainiert, konnte dort wie im Spiel in Bremerhaven überzeugen und wird auch in Augsburg als Verteidiger auflaufen. Chris Brown ist in dieser Woche zum ersten Mal Vater geworden und wird ebenfalls mit im Bus sitzen. Sind bis zum ersten Bully keine kurzfristigen Ausfälle zu verzeichnen, dann wird die Entscheidung über den überzähligen Akteur zwischen Marcel Kahle und Denis Shevyrin fallen.

Schon am Sonntag wartet dann daheim mit der Düsseldorfer EG der nächste Gegner im Derby auf die Roosters. Aktuell rangiert die DEG lediglich zwei Punkte vor den Roosters. Es könnte also ein richtungsweisendes Spiel für beide Teams werden. Für Jari Pasanen sticht unter dem neuen DEG-Trainer Mike Pellegrims vor allem die große taktische Disziplin heraus.

Am Tag der deutschen Einheit (Dienstag, 3. Oktober) steht dann schon die nächste Bayerntour nach Ingolstadt auf dem Fahrplan der Roosters. Das Mammutprogramm beschließen die Sauerländer dann am kommenden Wochenende mit dem Heimspiel am Freitag gegen Berlin und dem nächsten Derby sonntags in Krefeld.

Danach wird man, nach dann elf absolvierten Spielen, schon eine erste Tendenz erkennen können, wohin die Reise der Roosters in dieser Saison gehen wird. Interessant wird in den kommenden Spielen auch zu beobachten sein, ob eine erneute Weiterentwicklung zum gefürchteten „Roosterhockey“ zu sehen sein wird ? Auf jeden Fall wird weiterhin Geduld mit dem so stark veränderten Team gefragt sein.
Auch wenn man der aktuellen Tabelle offiziell noch keine zu große Bedeutung beimessen möchte, so wären Erfolgserlebnisse natürlich positiv für das Selbstvertrauen des Teams. Und für die Anhänger rund um den emotionalsten DEL-Standort sind mehr Tore und vor allem Punkte Balsam auf der zuletzt wenig verwöhnten Seele.


Kader für das Augsburg-Spuil:

Tor: Lange (Dahm)
Abwehr: Martinovic, Fischer; Friedrich, Larsson; Bonsaksen, Schmidt; Orendorz, Shevyrin
Angriff: Combs, Turnbull, Costello; Florek, Jaspers, Salmonsson; Weidner, Down, Brown; Blank, Bassen, Kahle

Redaktion

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