„Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule in Beruf“ (KAoA) „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule in Beruf“ (KAoA)
Staatssekretär beeindruckt Umsetzung im Märkischen Kreis Märkischer Kreis. (pmk). „KAoA ist im Märkischen Kreis sehr gut aufgestellt“, sagte Landrat Thomas Gemke... „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule in Beruf“ (KAoA)

Staatssekretär beeindruckt Umsetzung im Märkischen Kreis


Märkischer Kreis. (pmk). „KAoA ist im Märkischen Kreis sehr gut aufgestellt“, sagte Landrat Thomas Gemke beim Besuch des Staatssekretärs Dr. Edmund Heller im Lüdenscheider Kreishaus. Beide halten die zeitnahe Heranführung von Jugendlichen an die Berufswelt für eine sinnvolle Sache, die unbedingt fortgeführt werden soll.

Von der Umsetzung der Landesinitiative „Kein Abschluß ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“ (KAoA) im Märkischen Kreis zeigten sich jetzt Staatssekretär Dr. Edmund Heller und Martina Lüking, Referentin im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) beeindruckt. Landrat Thomas Gemke und Iris Beckmann-Klatt, Fachbereichsleiterin Jugend und Bildung begrüßten die Gäste im Lüdenscheider Kreishaus. Michael Herget von der Kommunalen Koordinierung, der das KAoA-Projekt im Märkischen Kreis seit seinen Anfängen 2013 begleitet hat, stellte die Rahmenbedingungen anhand einer Power-Point-Präsentation vor.

Im Handlungsfeld berufliche Orientierung beschrieb er als Standardelemente den regionalen Berufswahlpass JOB-NAVI MK , die Potenzialanalyse und die Berufsfelderkundung im achten Schuljahr, die Praxiskurse für Schüler, die darüber hinaus pädagogische Unterstützung bei der Berufsorientierung benötigen, sowie die Einbeziehung der Eltern, als wichtige Ansprechpartner bei der Berufswahl. An der betrieblichen Berufsfelderkundung in Klasse acht nehmen im Schuljahr 2018/2019 rund 4.000 Schülerinnen und Schüler aus 47 Schulen teil. Insgesamt werden dafür in den Betrieben kreisweit rund 10.000 Erkundungsplätze gesucht. Im letzten Jahr lag die Umsetzungsquote bei 90 Prozent, davon fanden 6,4 Prozent beim Bildungsträger statt. Die Kommunale Koordinierung pflegt Kooperationen beispielsweise mit der Südwestfälischen Industrie und Handelskammer, sowie mit Fachschulen für Gesundheits- und Krankenpflege. Um ihr Angebot weiter zu entwickeln führt sie regelmäßig Schülerbefragungen durch. Für 2019 ist vorgesehen, die Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer im Bereich berufliche Orientierung zu intensivieren.

Speziell für die Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe hat die Kommunale Koordinierungsstelle das Konzept „Abitur und dann“ entwickelt, das 2018 zum zweiten Mal in Kooperation mit der Ausbildungsmesse „Karriere im MK“ umgesetzt wurde.

Ein zweites Handlungsfeld ist der Übergang nach Abschluss der allgemeinbildenden Schule in den Beruf, ins Studium oder in weiterführende Schulen. „Eine wichtige Nahtstelle im Übergangssystem stellte der Übergang auf die Berufskollegs dar“, sagte Michael Herget. Eine besondere Herausforderung sieht er darin, für Jugendliche in Problemsituationen geeignete berufliche Perspektiven zu entwickeln. Notwendig hierfür sind eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Agentur für Arbeit und Jobcenter, spezielle Fortbildungsmaßnahmen für die Berater sowie Fallkonferenzen an den Berufskollegs. Ein weiteres Thema ist die Gewinnung von Jugendlichen für Branchen, die sich schwer tun, Nachwuchs zu finden. Hier sieht Herget insbesondere für schwächere Jugendliche mit entsprechender intensiven Unterstützung eine Chance.

Das Duale System attraktiver zu machen, ist ein weiterer Handlungsschwerpunkt von KAoA. Im Focus stehen dabei 2018/2019 die Pflegeberufe. Ein großer Mangel an Auszubildenden besteht auch in vielen Handwerksberufen. Für 2019 ist daher eine Kampagne geplant, um am Beispiel einzelner Ausbildungsberufe mehr Nachwuchs zu gewinnen.

Foto: StaatsStaatssekretär Staatssekretär Dr. Edmund Heller (2.v.l.) und Martina Lüking (3.v.l.), Referentin im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) informierten sich bei Landrat Thomas Gemke (1.v.l.) , Fachbereichsleiterin Iris Beckmann-Klatt und Michael Herget über die Umsetzung der Landesinitiative. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

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