Hagen. (PM Eintracht) Der Traumstart des VfL Eintracht Hagen in die Rückrunde und in das Jahr 2018 ist seit heute endgültig... Eintracht schlägt auch Nordhorn
Niels Pfannenschmidt

Hagens Trainer Niels Pfannenschmidt – © by Sportstimme (MK)

Hagen. (PM Eintracht) Der Traumstart des VfL Eintracht Hagen in die Rückrunde und in das Jahr 2018 ist seit heute endgültig perfekt. Der Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt gelang in der 2. Bundesliga der nächste Paukenschlag: eindrucksvoll setzten sich Kapitän Sebastian Schneider und Co. vor 1111 Zuschauern in der Arena am Ischeland gegen das Spitzenteam der HSG Nordhorn-Lingen durch – und feierten damit den dritten Sieg in Serie.

Matchwinner war dabei einmal mehr der nach dem Schlusspfiff von den Fans frenetisch gefeierte Torhüter Tobias Mahncke. Beinahe 50 Prozent der Bälle auf seinen Kasten parierte der Schlussmann mit teils aberwitzigen Paraden und gab damit seinen Vorderleuten den nötigen Schub. Die Folge: Schnell setzten sich die Hausherren auf 5:0 (5.) ab, beim 12:5 (26.) hatten sie rund drei Viertel der Treffer aus dem Gegenstoß oder der zweiten Phase erzielt. Die starke Vorstellung im ersten Abschnitt, speziell in der Defensive, sollte am Ende auch der Grundstein für den Erfolg sein.

Dieser geriet in der Schlussphase der zweiten Halbzeit aber noch einmal gehörig ins Wanken, als die Grafschafter immer ins Spiel fanden, während den Grün-Gelben einige vermeidbare Fehler unterliefen. Beim 25:23 (59.) hatten die Gäste zwei Mal die Möglichkeit, auf einen Treffer zu verkürzen, doch wieder war Mahncke zur Stelle und verließ das Parkett als gefeierter Held.

Nach dem Schlusspfiff zeigte sich HSG-Trainer Heiner Bültmann als fairer Verlierer, verwies darauf, dass seine Farben „in der Offensive zu wenig gezeigt“ haben: „Wir haben vorne einfach schlecht gespielt, die Chancen nicht genutzt. Das hat uns in der Abwehr auch Prozente gekostet. Wir hatten zwar eine gute Torwart-Leistung, die auswärts auch mal zu einem Sieg reichen kann, aber Hagens Torwart war noch besser.“ Vor allem den schwachen Start machte Bültmann als entscheidenden Faktor aus – und die „vergeigte“ Chance noch einmal auf einen Treffer heranzukommen. „Dann hat man es auch nicht verdient, hier gegen einen richtig starken Gegner zu gewinnen“, resümierte der HSG-Coach.

Die Analyse von Pfannenschmidt fiel ähnlich zu der Bültmanns aus. „Wir haben vom Start profitiert, in der ersten Halbzeit eine richtig gute Abwehr gespielt. Dazu hatten wir im Tor ein kleines Plus“, resümierte der Ostwestfale, dem aber ein Dorn im Auge war, dass die HSG im zweiten Abschnitt nochmals derart stark aufkam. Aber: „In den entscheidenden Momenten haben wir unsere Leistung immer wieder bestätigt. Dabei hat uns wie in Balingen schon in die Karten gespielt, dass wir die Breite des Kaders konsequent genutzt haben. Das waren zwei Big Points für uns.“

VfL: Mahncke (1.-60., 21/1 Paraden), Jerkovic (bei einem Siebenmeter, 1/1 Paraden); Kress (3/2), Tubic (5), Pröhl (1), Schneider (2), Fauteck, Renninger (2), Konitz (6), König (n.e.), Waldhof (1), Bornemann (1), Mestrum (1), von Boenigk (4).

HSG: Buhrmester (1.-60., 15 Paraden), Kaleun (n.e.); Verjans (5/2), Heiny, Leenders (3), Mickal, Miedema (1), Fraatz (1), Terwolbeck (1), de Boer (2), Vorlicek, Wiese (4), Smit, Seidel (7/2).

Siebenmeter: 2/2 – 6/4 (Seidel scheitert an Mahncke, Verjans scheitert an Jerkovic).

Zeitstrafen: 10 – 8 (Fauteck 2x, Waldhof, Bornemann, Mestrum – Heiny, Leenders 2x, de Boer).

Rote Karte: Leenders (42., grobes Foulspiel).

Schiedsrichter: Thomas Kern und Thorsten Kuschel.

Zuschauer: 1111 in der Arena am Ischeland.

Redaktion

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